Raum und Zeit sind so verlockend weit. Sie sind Unendlichkeit

In jeder bekannten Begriffshierarchie stehen beide Worte ganz oben, wenn nicht „kleinkariertes“ Denken vorherrscht. Denken wir die Dimensionen Raum und Zeit, überfällt uns oft ein Gefühl der Schwäche, nicht damit umgehen zu können und befördert uns den Wunsch zutage:

 

„Ach, könnten wir uns doch ausdehnen, wie jene zwei gedachten Begriffe!“

 

Warum nicht?

 

Es sollte möglich sein. Gedanklich ist immer alles möglich.

Vielleicht engt unser Alltag uns ein.

Vielleicht stört uns im Beruf manche Norm.

Vielleicht mögen wir keine allzu laute Gesellschaft.

Vielleicht würden wir gern „Robinson“ auf einsamer Insel sein.

Doch das geht nicht.

 

Milliarden Menschen auf unserer Erde können nicht wie Robinson leben. Aber sie träumen davon und eine Insel muss auch nicht für alle ein Eiland mitten im Ozean sein. Nicht alles, was uns im Alltag begegnet, finden wir lästig, uns unlieb oder gar abschreckend. Wir kommen mit vielen Informationen und Stresssituationen klar.

 

Unser Leben ist modern (in Europa), weltweit fortschrittlich genannt und bequem.

 

Das halten wir aus, mit Murren und Knurren, kommt es uns hart. Nicht immer treten wir eine Flucht an. Und doch lasten auf uns Eindrücke und Vorstellungen zwei großer Dimensionen:

 

RAUM und ZEIT.

 

Im Alltag denken wir sie uns klein, definieren sie als umgängliche Größen für unsere Arbeit. Wir handeln mit ihnen wie mit einer Ware, die wir schieben, ziehen, zerteilen oder zusammenfügen. Nicht zuletzt deuteln wir an beiden herum, versuchen nicht uns darauf einzurichten, dass beide größer sind als wir selbst, sondern wollen stets bewirken, dass über alles Gegenständliche hinaus, das sich von uns behandeln lässt, auch Raum und Zeit nach unseren Regeln und Vorstellungen funktionieren.

 

So kommt zustande, dass wir sehr oft unzufrieden sind, unbeherrscht oder auch zunehmend vieler Vorgänge und Abläufe überdrüssig. Dann wird uns der Umgang mit diesen beiden Dimensionen schon rein gedanklich zur Last.

 

Die keinen Ausweg mehr sehen, möchten flüchten.

Doch wovor und wohin?

 

Milliarden Menschen auf unserer Erde können nicht wie Robinson leben...

Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    heidegefluester (Samstag, 21 August 2010 08:40)

    Dies ist der „Einstieg“ in den Blog. Kommentare jeglicher Art unsittlichen oder unfriedlichen Charakters sowie reine Werbung unterliegen ausnahmslos der Löschung.


    Mit freundlichen Grüßen. SKB

  • #2

    Jutta Borree (Sonntag, 22 August 2010 22:34)

    Zeit in ihrer (Un) Endlichkeit schenkt uns doch immer nur den einen Moment gerade diesen hier und jetzt.... wie oft verschenk ich ihn an vorhin oder nachher....
    jetzt und hier bin ich aber in meinen Gedanken nur bei dir Sascha und schicke dir engelhafte Grüsse, menschliche, beste Wünsche und einen Schweif von Sternenstaub.... alles Liebe und viel Glück für morgen und die folgende Zeit... Herzensgrüsse Jutta

  • #3

    Karin Fluche (Montag, 23 August 2010 20:39)

    "Die gestrige Zeit ist heute Vergangenheit und von der Zeit von morgen können wir uns heute nichts borgen".(K.F.)
    Ich wünsche Dir sehr viel Kraft, Mut und Zuversicht. Die Zeit wird es richten... Herzlichst Karin

  • #4

    Regina Sehnert (Dienstag, 24 August 2010 21:31)

    Man sollte zuerst einmal den Satz aus seinem Vokabular streichen:
    "Ich habe keine Zeit", indem man sich selbst antwortet: "Oh doch, du hast......"wenn auch nicht un- sondern mehr endlich.
    Habe alle Zeit der Welt, lieber sascha,um gesund zu werden!! Ich drück dich ganz fest! Regina

  • #5

    Yunus Sems G. Pleger (Mittwoch, 15 September 2010 13:25)

    Schon mal darüber nachgedacht: Raum und Zeit dient uns zur Orientierung dessen, was wir als Raum und Zeit empfinden/wahrnehmen. ys